Playoffs 2012 -
10 Februar 2012
| 12.02.2012, 17.45 Uhr |
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EHC Visp |
- EHC Olten |
| 14.02.2012, 20.00 Uhr |
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EHC Olten |
- EHC Visp |
| 17.02.2012, 20.00 Uhr |
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EHC Visp |
- EHC Olten |
| 19.02.2012, 18.30 Uhr |
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EHC Olten |
- EHC Visp |
| (evtl.), 21.02.2012, 20.00 Uhr |
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EHC Visp |
- EHC Olten |
| (evtl.), 24.02.2012, 20.00 Uhr |
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EHC Olten |
- EHC Visp |
| (evtl.) 26.02.2012, 17.45 Uhr |
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EHC Visp |
- EHC Olten |
Die restlichen Viertelfinalspaarungen:
HC Lausanne – GCK Lions
SC Langenthal – EHC Basel Sharks
HC La Chaux-de-Fonds – HC Ajoie
Quelle: ehco.ch
Wenig überraschend muss Visp als Viertplatzierter in den sauren Apfel beissen – der SC Langenthal lässt die Chance auf ein Derby aus.
„Die Wahl unseres Playoff-Gegners kommentieren wir nicht“, meint SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf auf Nachfrage lapidar, warum sich der SCL das Derby entgehen liess. Die Langenthaler hätten nämlich, nach dem die Lausanner die GCK Lions gewählt hatten, die grosse Chance gehabt, ein Derby-Playoff-Revival zu ermöglichen. Gian Kämpf wühlte zwar noch ein wenig in seinem Couvert bevor er die Bühne betrat um den Gegner bekannt zu geben, schlussendlich schien der SCL aber nicht den Mut aufzubringen ein Duell gegen den EHCO zu wagen. Zwar ist dem SCL-Geschäftsführer logischerweise eine solche Bestätigung nicht zu entlocken, allerdings ist das äusserst verdeckte Verhalten auch vielseitig interpretierbar. Der EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli zeigte sich auf jeden Fall enttäuscht über die Wahl des SCL. Vor zwei Jahren habe man auch den schwierigen Weg gewählt und eine Affiche gegen die Oberaargauer gewagt. „Mit der Fortsetzung das Auswahlverfahren in der NLB wollte man die Attraktivität der zweithöchsten Hockeyliga hoch halten und somit Derbys in den Playoffs ermöglichen. Die Wahl des SCL stellt das Auswahlverfahren in Frage“, meint Rötheli enttäuscht.
Gegen den NLB-Meister
Nun hat der EHCO also gegen den EHC Visp in den Viertelfinals anzutreten. Für Peter Rötheli sind die Visper dabei zu favorisieren, da sie aktueller NLB-Meister seien und eine hohe Playoff-Erfahrung mitbrächten. Gleichwohl darf sich der EHCO gegen die Visper in den diesjährigen Playoffs mehr Chancen ausrechnen als in der Vergangenheit. In dieser Saison konnte nämlich der Auswärtsfluch in der Litternahalle mit zwei Siegen beseitigt werden – etwas was enorm wichtig ist, muss Olten doch mindestens einmal im Wallis gewinnen, um überhaupt eine Runde weiter zu kommen.
Diesmal dabei
Weit weniger interessant war die der Playoffgegner-Auswahl vorangehende Topscorer-Ehrung. Marty Sertich konnte in diesem Jahr anwesend sein, nach dem er letztes Jahr aufgrund seiner Hirnerschütterung passen musste. Auch aktuell ist er zwar noch verletzt, mit seiner Fingerverletzung konnte er allerdings am Event teilnehmen und somit den Scheck im Wert von 4500 Franken persönlich entgegen nehmen. In 33 Spielen hat er also stolze 45 Punkte (13 Tore, 32 Assists) gesammelt. Damit rangiert er nur auf Rang 7 aller Topscorer – allerdings verpasste er verletzungshalber insgesamt 12 Spiele. Den absoluten Spitzenwert erreichte in diesem Jahr Jeff Campbell vom SC Langenthal mit 68 Punkten.
Die Playoffs beginnen für den EHCO also am kommenden Sonntag um 17.45 Uhr in Visp. Die schönste Zeit des Hockeys kann beginnen. (Andreas Hagmann)
Quelle: ehco.ch
Heute Mittag entscheidet sich in Bern, gegen wen der EHCO in den Viertelfinals zu spielen hat. Eine orakelnde Vorschau.
Anfangs Nachmittag werden die Viertelfinalpaarungen der NLB-Playoffs bekannt sein (die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr). Nachdem noch vor gut zwei Wochen für viele zweifelsfrei feststand, dass der HC Lausanne den schwächelnden EHCO wählen wird, ist dies zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr so sicher.
Nach dem Trainerwechsel fuhren die Oltner zwar noch eine Niederlage nach der anderen ein. Im Schlussspurt der Qualifikation verbesserten sie ihre Statistik allerdings noch einmal gewaltig (total seit Jahresbeginn: 12 Spiele, 7 Niederlagen). Seit Jahresbeginn ganz klar am schlechtesten abgeschnitten haben die GCK Lions, mit 10 Niederlagen in 12 Spielen. Basel und Ajoie mussten jeweils nur 5 Niederlagen in ebenfalls 12 Spielen hinnehmen. Während sich bei Basel zu den Playoffs hin offensichtlich einen Aufwärtstrend zeigte, gab es für Ajoie immerhin drei Niederlagen in den letzten fünf Spielen, eine davon gegen Sierre, was nicht unbedingt für die Jurassier spricht.
Wie verhält sich Lausanne?
Anhand der Statistiken der Regulären Saison stehen für die bisher überragenden Lausanner eigentlich nur zwei Teams zur Auswahl: Ajoie und Olten. Gegen beide Teams gingen die Waadtländer nämlich sämtliche fünf Mal als Sieger vom Eis. Gegen die Ajoulots hatten die Lausanner allerdings bereits die vergangenen zwei Jahren das Vergnügen, wobei sie vor allem in den Playoffs 2010 nur dank Hilfe aus Genf ein frühzeitiges Ausscheiden gegen die Jurassier zu verhindern wussten. Ajoie ist allerdings der Achtplatzierte der Quali 2011/2012 und die Formkurve zeigte zuletzt eher wieder nach unten. Der Quotidien Jurassien glaubt zudem zu wissen, dass besonders Sportchef Jan Alston den Grundsatz vertrete, als Erstplatzierten den Achtplatzierten zu wählen – egal was für Möglichkeiten das System zulässt. Gleichzeitig kursiere aber der Spruch „Tout sauf Ajoie“ („Alles ausser Ajoie“) in der Malley herum, wie der Quotidien schreibt. Die Lausanner Fans sind sodann auch gespalten, wobei eine Mehrheit sich bei einem Duell Lausanne-Olten die grössere Attraktivität verspricht.
Wenn nicht Lausanne, dann…
Für den SC Langenthal böte sich dann das Revanche-Playoff-Derby zu 2010 an. Allerdings harzte es in den vergangenen zwei Spielen beim SCL gewaltig und die beiden Söldner Kelly und Campbell scheinen einmal mehr ausgerechnet auf die Playoffs hin ihre Form etwas zu verlieren. Falls den SCL den Mut nicht verlassen sollte und sie bei gegebener Chance den EHCO wählen sollten, bleiben sie gleichwohl der Favorit in der Serie. Im Vergleich zu den vergangenen Saisons sind sie zwar immer noch ziemlich stark auf die Toplinie Kelly/Campbell/Tschannen angewiesen, aber nicht mehr von ihr alleine abhängig.
Unter den La Chaux-de-Fonds-Fans ist der EHCO als möglicher Viertelfinalgegner nicht wirklich beliebt. Der EHCO wird als dritte Wahl aufgeführt, gerade vor den GCK Lions. Dies wohl ganz einfach der Attraktivität wegen. Aber ansonsten werden die Chaux-de-Fonniers versuchen dem EHCO aus dem Weg zu gehen.
Zu guter Letzt könnte der EHCO auch noch auf den EHC Visp treffen. Die Walliser vermochten in den letzten Spielen nicht mehr zu überzeugen und auch die Fans zeigen sich leicht frustriert. Der EHCO hat in dieser Saison zudem eine positive Bilanz gegen die Oberwaliser aufzuweisen, ja man gewann gar zwei Mal in der Litternahalle – ein historischer Wert.
Das Fazit ist: bei solchen Wahlen kann im Voraus natürlich nur spekuliert werden – so wie bei den Saison- oder Playoffprognosen. Gleichwohl darf anhand der geschilderten Konstellation davon ausgegangen werden, dass entweder der HC Lausanne Olten wählt, oder ansonsten sich die Visper mit dem EHCO abfinden müssen. So oder so wäre der HC Lausanne natürlich das Worst-Case-Szenario, da die super positionierten Waadtländer realistisch gesehen kaum aus dem Rennen zu werfen sind. Alle anderen Gegner bleiben für den EHCO zumindest statistisch, in Reichweite. (Andreas Hagmann)

National Leauge B – 45. Runde
EHC Olten vs. GCK Lions 5:4 (1:2|2:0|2:2)
7. Februar 2012 | Stadion Kleinholz | 1’961 Zuschauer
SR: Marco Prugger (Jens Blatter, François Micheli)
Tore:
3:53 Diego Schwarzenbach (Cory Pecker, Remo Hirt) 1:0
12:47 Reto Schmutz (Philippe Beeler) 1:1
13:31 Chris Baltisberger (Timo Koskela, Daniel Eigenmann) 1:2
23:14 Patrik Bloch (Cory Pecker, Simon Schnyder) 2:2
26:12 Philipp Wüst (Patrik Bloch, Dan DaSilva) 3:2
42:58 Patric Della Rossa (David Maurer, Bruno Marcon) 4:2
43:58 Diego Schwarzenbach (Remo Hirt, Cyrill Aeschlimann) 5:2
49:10 Daniel Eigenmann (Timo Koskela, André Signoretti) 5:3
59:06 Timo Koskela (André Signoretti) 5:4
Strafen:
Olten
5:23 Yves-Lucca Lorenz | 2 Min. / Hoher Stock
38:15 Romano Pargätzi | 2 Min. / Übertriebene Härte
45:29 Jürg Dällenbach | 2 Min. / Beinstellen
48:13 Dan DaSilva | 2 Min. / Bandencheck
48:13 Dan DaSilva | 10 Min. / Unsportliches Verhalten
56:51 Simon Schnyder | 2 Min. / Beinstellen
GCK
13:53 Phil Baltisberger | 2 Min. / Halten
31:53 Daniel Eigenmann | 2 Min. / Haken
34:05 Daniel Eigenmann | 2 Min. / Halten
38:15 Sami El Assaoui | 2 Min. / Übertriebene Härte
38:15 Steven Widmer | 2 Min. / Clipping (Angriff gegen das Knie)
Matchbericht ehco.ch:
Insgesamt gestaltete sich das Spiel gegen die Junglöwen eine Hälfte lang gewohnt harzig, in der anderen fand der EHCO aber das richtige Rezept.
Sieben Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit sicherte Michael Tobler – in seinem 300. NLB-Spiel – dem EHCO mit einer Parade den Sieg gegen die GCK Lions. Dazu hätte es allerdings nicht kommen müssen, führten die Oltner doch zehn Minuten vor Schluss noch mit 5:2 und schienen die Junglöwen fest im Griff zu haben. Dies obwohl die zu favorisierenden Oltner ein Drittel Anlaufzeit benötigten um im fünften Aufeinandertreffen mit den Küsnachtern endlich das richtige Rezept zu finden. Es war Patrick Bloch, der nach einer langen Druckphase der Powermäuse, mit seinem ersten Saisontor die Wende einleitete. Von Cory Pecker schön im Slot angespielt, liess sich der zuletzt aufblühende Bloch nicht zwei Mal bitten und glich zum 2:2 aus. Spätestens von diesem Moment an war das, was die Oltner den 1961 Zuschauern boten bis weit ins letzte Drittel erwärmend. Tobler seines Zeichens musste sich zwischenzeitlich gar warm halten um sich vor den eisigen Temperaturen zu schützen.
Endlich das richtige Rezept
Zwar war der EHCO resolut ins Spiel gestiegen und auch früh erfolgreich gewesen. Nach einem Scheibengewinn in der Verteidigungszone der Zürcher spielte Cory Pecker den mutterseelenalleine vor dem Tor stehenden Topscorer Diego Schwarzenbach an, der Tim Wolf eiskalt erwischte. Wenig später fielen die Mannen von Kent Ruhnke jedoch wieder ins gegen die GCK Lions altbekannte Muster zurück. Die Oltner gewährten den aufsässig agierenden Zürchern zu viel Raum und prompt lagen sie nach einem Doppelschlag im Rückstand. Es bedurfte nicht allzu zarter Worte Ruhnkes beim Pausentee, bevor Olten die Lions in dieser Saison zum ersten Mal regelrecht dominierte. Nach Blochs Ausgleich spielte nämlich nur noch eine Mannschaft – der Fünftplatzierte sah sich Minutenlang im eigenen Drittel eingeschnürt. Logische Folge daraus war Philipp Wüsts Treffer nach einem Solo, womit er Grünweiss wieder in Führung brachte. Tim Wolf und Oltens eigenes Unvermögen verhinderten daraufhin ein klareres Verdikt.
Der EHCO beweist Moral
Da die Dreitannenstädter ihr erfolgreiches Spielkonzept mit in den letzten Abschnitt nahmen, schien das Spiel rasch entschieden. Innerhalb exakt einer Minute brachten Captain Patric Della Rossa und Diego Schwarzenbach mit seinem zweiten Schuss in die Maschen den EHCO bis zur 44. Minute vermeintlich vorentscheidend in Front. Urplötzlich kehrte die junge Mannschaft vom Zürichsee im Powerplay aber ins Spiel zurück. GCK zeigte in den letzten zehn Minuten noch einmal sein von unbändigem Kampfgeist getriebenes Spiel, das sie in der Liga zu einem unbeliebten Gegner macht. Knapp eine Zeigerumdrehung vor dem Ende der Qualifikation wurde der unendliche Fleiss gar noch belohnt. Dem auffälligen Zürcher Topscorer Timo Koskela sollte noch der Anschlusstreffer gelingen. Olten zitterte die drei Punkte, die nicht gross von Belangen waren, über die Zeit. Und bewies zudem mit seinem Auftritt – wahrlich nicht gegen seinen Lieblingswidersacher – Moral. Die Hauptprobe ist geglückt, in den Playoffs darf kommen, wer zu kommen wagt. (Yann Schlegel)

National Leauge B – 44. Runde
EHC Olten vs. SC Langenthal 4:1 (1:0|1:1|2:0)
5. Febraur 2012 | Stadion Kleinholz | 3’781 Zuschauer
SR: Michael Küng (Marc Huggenberger, Michael Rohrer)
Tore:
10:30 Dan DaSilva
28:02 Bruno Marcon (Simon Schnyder, Patrik Bloch)
29:58 Stefan Flückiger
40:23 David Maurer (Patric Della Rossa, Bruno Marcon)
50:11 David Maurer (Bruno Marcon, Patric Della Rossa)
Strafen:
Olten
8:31 Patrik Bloch | 2 Min. / Behinderung
11:50 Dominic Lüthi | 2 Min. / Übertriebene Härte
16:33 Jürg Dällenbach | 2 Min. / Haken
21:23 Cyrill Aeschlimann | 2 Min. / Zuviele Spieler auf dem Eis
23:23 Remo Hirt | 2 Min. / Halten
36:01 Bruno Marcon | 2 Min. / Beinstellen
56:05 Patrik Bloch | 2 Min. / Spielverzögerung
Langenthal
5:45 Mike Wolf | 2 Min. / Beinstellen
11:50 Andrea Grassi | 2 Min. / Übertriebene Härte
15:12 Yves Müller | 2 Min. / Haken
25:52 Daniel Carbis | 2 Min. / Behinderung
Matchbericht ehco.ch:
Just vor den Playoffs mausert sich der EHCO womöglich zum Team der Stunde. Nach starker Mannschaftsleistung wurde der SC Langenthal mit 4:1 vom Eis gefegt.
Definitiv von der Sorte kurios war der Langenthaler Anschlusstreffer im zweiten Drittel, denn es war vielmehr der dritte Treffer eines Oltner Schützen. Verteidiger Simon Schnyder beabsichtigte nämlich die Scheibe hinter dem Tor durchzuspielen, erwischte aber den eigenen Torhüter Michael Tobler. Die Aktion erinnerte stark an das Eigentor von Nationalverteidiger Philippe Furrer, der an der WM 2008 Martin Gerber mit einem Slapshot bezwungen hatte. Da dieses eine Tor das einzige für die Oberaargauer bleiben sollte, durfte Tobler zumindest einen moralischen Shutout seinem Konto hinzufügen.
Maurer besiegelt den Untergang
Der EHCO seines Zeichens war in Sachen Torproduktion wesentlich erfolgreicher als der Zweitplatzierte der Qualifikation. Wenn auch die Anfangsphase optisch eher dem SC Langenthal gehörte, liess Kent Ruhnkes Team im Grunde nie Zweifel offen, den Sieg am Ende ins Trockene zu bringen. Den Untergang Langenthals besiegelte David Maurer mit seinen Saisontoren 4 und 5 im letzten Abschnitt schliesslich im Alleingang. Maurer lief kurz nach der zweiten Pause mit viel Tempo ins gegnerische Drittel und erwischte Marc Eichmann mit einem satten Zugschuss in der oberen weiten Ecke. Ein Geschoss, das haargenau passte, wohl aber haltbar gewesen wäre. Nach seinem 3:1 hatte der kräftige Flügel Lunte gerochen. Rund zehn Spielminuten später brachte er den Langenthaler Schlussmann mit einem Schuss aus fast derselben Position in Not. Gegen den zweiten Abschluss Maurers nach einer kurzen Druckphase blieb Eichmann chancenlos.
DaSilvas Kabinettstückchen
Den Torreigen eröffnet hatte der Einzige, zurzeit einsatzfähige Oltner Ausländer mit einer wunderschönen Einzelleistung in Unterzahl. Im Stile eines Topscorers umkurvte Dan DaSilva in der 11. Spielminute die verdutzt scheinende Langenthaler Hintermannschaft und versenkte den Puck in der linken Ecke. Von diesem Zeitpunkt an dominierten die Gastgeber Langenthal praktisch nach Belieben. Vor allem im physischen Bereich waren die Oberaargauer meist krass unterlegen. Unmittelbar vor dem fatalen Eigentor war es Unglücksrabe Schnyder, der mit einem Pass in die Tiefe das 2:0 durch Bruno Marcon eingeleitete. Der immer besser in Fahrt kommende Marcon, liess Eichmann im Alleingang eiskalt aussteigen. Ein Treffer der förmlich in der Luft gelegen hatte. Denn kurz vor dem 2:0 annullierte Head Michael Küng ein Tor von Romano Pargätzi – gemäss diesem wohl zu Recht – wegen vorausgehend verschobenem Tor. Letztlich blieb Langenthal aber zu keinem Zeitpunkt imstande eine Reaktion zu zeigen, womit sich der EHCO den dritten Sieg im fünften Derby holte. Die Frage, ob es in dieser Saison noch weitere Aufeinandertreffen der Erzrivalen geben wird, dürfte Mitte nächster Woche beantwortet sein. (Yann Schlegel)

National League B – 43. Runde
EHC Visp vs. EHC Olten 4:3 n.V. (1:3|0:0|2:0|1:0)
3. Februar 2012 | Litternahalle | 2’762 Zuschauer
SR: Philipp Clément (Jens Blatter, Georges Huguet)
Tore:
1:29 Dan DaSilva (Dominic Lüthi, Philipp Wüst) 0:1
6:09 Diego Schwarzenbach 0:2
12:58 Dominic Forget 1:2
15:46 Dan DaSilva (Philipp Wüst) 1:3
43:10 Xavier Reber (Dominic Forget, Mika Viinanen) 2:3
47:26 Tomas Dolana (Alain Brunold, Luca Triulzi) 3:3
63:41 Mika Viinanen (Beat Heldstab, Michel Zeiter) 4:3
Strafen:
Visp
6:09 Silvan Anthamatten | 0 Min. / Strafschuss
10:30 Sacha Wollgast | 2 Min. / Beinstellen
27:32 Xavier Reber | 2 Min. / Behinderung
31:32 Fernando Heynen | 2 Min. / Stockschlag
52:48 Fernando Heynen | 2 Min. / Übertriebene Härte
52:48 Fernando Heynen | 2 Min. / Übertriebene Härte
52:48 Sandro Wiedmer | 2 Min. / Übertriebene Härte
52:48 Sandro Wiedmer | 2 Min. / Übertriebene Härte
59:40 Alain Brunold | 2 Min. / Haken
Olten
18:31 Remo Hirt | 2 Min. / Haken
30:38 2 Min. / Bankstrafe
31:32 Dan DaSilva | 2 Min. / Übertriebene Härte
31:32 Dan DaSilva | 2 Min. / Crosscheck
36:22 Bruno Marcon | 2 Min. / Behinderung
52:48 David Maurer | 2 Min. / Übertriebene Härte
52:48 David Maurer | 2 Min. / Übertriebene Härte
52:48 Bruno Marcon | 2 Min. / Übertriebene Härte
62:14 Marco Vogt | 2 Min. / Zuviele Spieler auf dem Eis
Matchbericht ehco.ch:
Eine schlechte Chancenverwertung kostete dem EHC Olten letztlich den dritten Sieg in Serie gegen einen über weite Strecken relativ harmlosen EHC Visp
Gleich mit fünf Debütanten trat Visp an, um nach zwei Niederlagen in Folge die Kehrtwende zu vollbringen. Unter ihnen Martin Zerzuben (von Sierre) und der Finne Mika Viinanen (von TPS Turku). Letztere blieben beide zuerst blass, anvancierten am Schluss aber zu den Matchwinnern. Zerzuben rettete sein Team im letzten Drittel mit zahlreichen Paraden in die Verlängerung. Viinanen war schlussendlich der Vollstrecker zum 4:3 Siegtreffer. Die Oltner traten von Beginn an spielbestimmend auf. Es waren keine zwei Zeigerumdrehungen gespielt, da zappelte die Scheibe bereits im Netz. Dominic Lüthi zog von der blauen Linie ab und der immer besser Fahrt aufnehmende Da Silva lenkte unmittelbar vor Zerzuben ab. Als Diego Schwarzenbach in der 7. Minute alleine auf Zerzuben losziehen konnte drohte den Lonzastädtern gar das 0:2, doch der Oltner Topscorer wurde regelwidrig gebremst. Die Konsequenz davon war ein Penalty. Schwarzenbach versenkte diesen auf seine gewohnte Art, womit die Zweitoreführung dennoch Tatsache war. Doch die Visper hielten sich im Spiel, als Dominic Forget nach einem Konter – der Linesman hatte einen Oltner Pass pfannenfertig geblockt – den Anschlusstreffer markierte. Da Silva zerstörte vorläufig die Visper Hoffnungen auf eine Wende wenig später allerdings mit seiner zweiten Mouche. Wesentlichen Anteil an diesem Tor hatte Philipp Wüst, der mit seinem Forechecking den Puck eroberte, hinter dem Tor durchkurvte und Da Silva blind am weiten Pfosten bediente.
Schlechter Lohn für harte Arbeit
Wieder einmal schien sich die These, dass die Oltner wenn sie einmal in Führung liegen schwer zu schlagen sind, zu Bewahrheiten. Zumindest bis ins letzte Drittel und zur 44. Minute als Xavier Reber – wie Zerzuben eine Sierre Leihgabe – erneut nach einen Konter zum 2:3 abschloss. Kurz darauf stürmte Visp Topscorer Tomas Dolana mit viel Tempo ins Oltner Drittel, umkurvte Mike Marolf und traf mit einem satten Schuss halblinks gar zum Ausgleich. Ein aus Oltner Sicht bitteres Verdikt angesichts des Spielgeschehens auf dem Eis. Denn insbesondere in der ersten Phase des zweiten Spielabschnitts, der torlos endete, spielten die Oltner mit viel Zug im Visper Drittel, der Torerfolg blieb ihnen jedoch verwehrt. Aber auch nach dem für die Walliser eher glücklichen Gleichstand, steckte Kent Ruhnkes Mannschaft nicht auf. Doch die Einheimischen retteten das Unentschieden nach Grosschancen von Martin Wüthrich und Marco Vogt in die Verlängerung. In diese stieg der EHCO mit einer Überzahl, blieb allerdings harmlos. Mehr noch: wegen zu vielen Spielern auf dem Eis musste einer der Gäste auf die Strafbank und Visp nutzte sein Powerplay. Nach einem Schuss von der blauen Linie lenkte Mika Viinanen unhaltbar ab. (Yann Schlegel)

National League B – 42. Runde
HC Sierre vs. EHC Olten 0:2 (0:0|0:1|0:1)
31. Januar 2012 | Graben | 512 Zuschauer
SR: Markus Kämpfer (Marc Huggenberger, Michael Rohrer)
Tore:
21:03 Bruno Marcon (Dan DaSilva, Simon Schnyder) 0:1
46:09 Pascal Krebs (Dan DaSilva) 0:2
Strafen:
Sierre
13:49 Daniele Marghitola | 2 Min. / Halten
18:27 Jérôme Bonnet | 2 Min. / Behinderung
27:39 Daniele Mattioli | 2 Min. / Beinstellen
30:59 Xavier Reber | 2 Min. / Übertriebene Härte
Olten
0:45 Philipp Wüst | 2 Min. / Haken
21:43 Yves-Lucca Lorenz | 2 Min. / Übertriebene Härte
30:59 Mike Marolf | 2 Min. / Übertriebene Härte
54:13 Remo Meister | 2 Min. / Halten
57:17 Mike Marolf | 2 Min. / Halten
Matchbericht echo.ch:
Der EHC Olten behält gegen ein kämpferisches Sierre einen kühlen Kopf und gewinnt mit 0:2 Toren.
Der EHC Olten hat sich gegen Sierre keine Blösse gegeben. Auch im Spiel gegen den Tabellenletzten HC Sierre konnten sich die Powermäuse durchsetzen und holten die drei budgetierten Punkte im Wallis. Im heutigen Spiel verzichtete der EHC Olten nebst den Verletzten auch noch auf Cory Pecker. Der Kanadier lief sich zwar noch ein, wurde dann aber geschont und im Spiel nicht eingesetzt.
Das Spiel selber dominierte der EHC Olten von Beginn weg. Die Powermäuse waren den Einheimischen in jeder Beziehung überlagen und setzten die Akzente in dieser Partie. Wer von den noch 512 Zuschauern dachte, dass sich der HC Sierre in sein Schicksal ergeben würde und praktisch kampflos den Oltnern das Spiel überliess, sah sich getäuscht. Die Walliser zeigten eine kämpferisch einwandfreie Leistung. Es wurde um jeden Puck gefightet, als hätte man noch eine Chance, die Playoffs zu erreichen. So dauerte es bis zur 22. Minute bis dem EHCO der längst fällige Führungstreffer gelang. Bruno Marcon konnte das Zuspiel von Dan DaSilva zur 0:1 Führung verwerten. Der EHC Olten hätte das Spiel schon nach 20 Minuten entscheiden können. So betrug das Schussverhältnis im 2. Drittel 13:5 für Olten. Dass daraus nur ein Tor herausschaute zeigte auch, wie verbissen sich der HC Sierre gegen die drohende Niederlage wehrte.
Die Entscheidung fiel dann erst im letzten Abschnitt. In der 47. Minute erhöhte Pascal Krebs, wiederum auf Pass von Dan DaSilva auf 0:2. Dies war dann auch bereits die Entscheidung. Die Powermäuse liessen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und brachten das Resultat noch sicher über die Zeit. (Ruedi Trachsel)

National League B – 41. Runde
EHC Olten vs. HC La Chaux-de-Fonds 4:3 n.P. (0:2|3:1|0:0|1:0)
28. Januar 2012 | Stadion Kleinholz | 2’739 Zuschauer
SR: Michael Küng (Stany Gnemmi, Julien Niquille)
Tore:
4:13 Michael Neininger (Benoit Mondou, Fabian Ganz) 0:1
14:57 Benoit Mondou (Michael Bochatay, Valentin Du Bois) 0:2
23:29 Dan DaSilva (Cory Pecker, Pascal Annen) 1:2
28:50 Bruno Marcon (Cory Pecker, Dan DaSilva) 2:2
33:28 Michael Bochatay 2:3
35:32 Cory Pecker (Patrik Bloch) 3:3
65:00 Sieg nach Penalty 4:3
Strafen:
Olten
2:32 Diego Schwarzenbach | 2 Min. / Halten
7:52 Dominic Lüthi | 2 Min. / Beinstellen
22:31 Thomas Kropf | 2 Min. / Übertriebene Härte
29:27 Patrik Bloch | 2 Min. / Übertriebene Härte
33:28 Patrik Bloch | 0 Min. / Strafschuss
41:42 Marco Vogt | 2 Min. / Behinderung
42:27 Remo Hirt | 10 Min. / Unsportliches Verhalten
La Chaux-de-Fonds
1:10 Marco Charpentier | 2 Min. / Hoher Stock
13:43 Marco Charpentier | 2 Min. / Haken
19:33 Stephan Moser | 2 Min. / Halten
22:31 Stephan Moser | 2 Min. / Übertriebene Härte
22:31 Stephan Moser | 2 Min. / Übertriebene Härte
22:55 Arnaud Jaquet | 2 Min. / Bandencheck
29:27 Michael Neininger | 2 Min. / Übertriebene Härte
42:27 Benoit Mondou | 2 Min. / Haken
45:47 Damiano Ciaccio | 2 Min. / Spielverzögerung
59:16 Valentin Du Bois | 2 Min. / Behinderung
Matchbericht ehco.ch:
In einem dramatischen Spiel bewzingt der EHC Olten La-Chaux-de-Fonds mit 4:3 nach Penalty.
Im Spiel gegen den tabellenvierten HC La-Chaux-de-Fonds schien alles beim Alten. Bis die Akteure die Fäuste sprechen liessen. Die Neuenburger hatten mit der Schlägerei einen schlafenden Löwen geweckt. Doch erst Mal der Reihe nach:
Bis zum zweiten Drittel war Oltens Auftritt alles andere als überzeugend gewesen. Der 0:2-Rückstand nach 20 Spielminuten war Zeuge der Unterlegenheit. In der 22. Minute spielte sich dann folgende Szene ab: HCC-Stürmer Moser bremste vor dem Oltener Tor nicht genügend ab und knallte in Kropf rein. Mit schlagkräftigen Argumenten teilte der EHCO-Keeper Moser mit, dass er sich dies nicht gefallen lässt. Dieser schlug zurück und die Keilerei entwickelte sich zur Massenschlägerei. Was folgte war ein Powerplay zu Gunsten der Oltner und eine Torhüterauswechslung. Denn anscheinend hatte Kropf im Kampf etwas abbekommen. Tobler ersetzte den stark spielenden Oltner Schlussmann.
Spieler und Fans erwachen
Kurz nach dem Beginn des Powerplay musste mit Jaquet ein zweiter Neuenburger auf die Strafbank. Zwei Mann mehr für ganze 90 Sekunden – diese Chance liessen sich die Oltner nicht entgehen. DaSilva traf auf Zuspiel von Pecker und Annen zum Anschlusstreffer. Nun schienen nicht nur die Spieler auf dem Eis hellwach zu sein. Auch die Anhänger machten nun richtig Dampf und feuerten ihre Akteure lautstark an. Das schien den Powermäusen Flügel zu verleihen: Auf einmal schalteten die Powermäuse wie per Knopfdruck aus der Defensive in die Offensive um und kamen im Minutentakt zu Grosschancen. Schliesslich war es Pecker, der seine feinen Hände und sein gutes Auge zeigte: Erst führte er einen Verteidiger vor, um dann Marcon anzuspielen, der seinen Bewacher ebenfalls austanzte und eiskalt zum 2:2-Ausgleich traf.
Ein anderes Olten
Nun gaben die Gastgeber den Takt an, doch auch der Tabellenvierte kam immer wieder zu guten Torchancen. Die beste davon hatte Bochatey, der in der 33. Minute alleine auf Tobler loszog, jedoch vor dem Abschluss von Bloch behindert wurde – Penalty für La-Chaux-de-Fonds. Der HCC-Stürmer bezwang Tobler und Olten war erneut in Rückstand. Doch das schien die Powermäuse nicht im Geringsten zu beirren. Sie zogen weiterhin ihr Spiel durch und agierten entschlossen im Forechecking. So auch in der 36. Minute: Pecker schnappte sich in der gegnerischen Zone die Scheibe und zog ab. Zwar wehrte Ciacco den Puck zunächst ab, doch der Puck landete wieder beim Stürmer mit der Nummer elf. Und diesmal traf er wunderschön unter die Latte – 3:3.
Olten behält die Nerven
Und Pecker traf in der 46. Minute noch einmal ins gegnerische Tor: Nach einem perfekten Pass von DaSilva zog er ab und erzielte das vermeintliche Führungstor. Doch der Headschiedsrichter gab den Treffer nicht. Grund: Seiner Ansicht nach war das Tor bereits verschoben, bevor der Puck die Goallinie überschritten hatte. Eine Fehlentscheidung in einer solch entscheidenden Spielphase – eine heikle Situation. Doch Olten liess sich nichts anmerken. Sie waren dem Gastgeber nun immer einen Schritt voraus und erspielten sich eine hochkarätiger Chance nach der anderen, doch Ciaccho hielt seinen Kasten mit zahlreichen Paraden rein. Und wenn die Gäste zwischendurch wieder zu einer Möglichkeit kamen, war Tobler zur Stelle. So verlief die reguläre Spielzeit ohne Tore und auch in der Verlängerung gab es keine Entscheidung. Somit ging die Partie ins Penaltyschiessen. Dort avancierte Diego Schwarzenbach zum Matchwinner: Er bezwang als einziger Oltner den La-Chaux-de-Fonds-Keeper, und das sogar noch zweimal. Und da Tobler nur einmal bezwungen wurde, gewann Olten am Ende verdient mit 4:3.
Olten gibt also endlich wieder ein Lebenszeichen von sich. Und was für eines: Mit einer solch kämpferischen Leistung zeigt der EHCO endlich einmal, zu was er in der Lage ist. Olten ist zurück auf der Siegesstrasse und will den Schwung mitnehmen. Am Dienstag wartet das Schlusslicht Sierre. Wenn Olten spielt wie gegen die Neuenburger, dann ist die Sache klar. (Silvan Schmutz)

National League B – 40. Runde
EHC Basel Sharks vs. EHC Olten 3:1 (1:0|0:0|2:1)
24. Januar 2012 | St. Jakobarena | 1’431 Zuschauer
SR: Michael Küng (Marc Huggenberger, Michael Rohrer)
Tore:
14:46 Marvin Frunz (Tassilo Schwarz, Olivier Schäublin)
40:39 Dan DaSilva (Pascal Annen)
56:30 Evgenï Chiriaev (Pascal Wittwer, Stefan Voegele)
59:47 Jonathan Roy (Olivier Schäublin, Lorenzo Croce)
Strafen:
Basel
46:55 Leandro Gfeller | 2 Min. / Beinstellen
Olten
15:10 Remo Hirt | 2 Min. / Unerlaubter Körperangriff
29:38 David Maurer | 2 Min. / Behinderung
33:32 Philipp Wüst | 2 Min. / Haken
Matchbericht ehco.ch:
Basel bezwingt die Powermäuse mit 3:1 und überholt den EHC Olten in der Tabelle.
Neben Captain Della Rossa, der wegen eines Todesfalls in der Familie nicht spielte, kam auf der Liste der fehlenden Oltner ein prominenter Name dazu: Kent Ruhnke. Der Olten-Coach war erkrankt und musste das Kommando seinem Assistenten André Rötheli überlassen. Und zumindest im ersten Drittel verpasste Ruhnke nichts: Seine Akteure wirkten ideenlos und kamen nur selten gefährlich in die Basler Zone. In der eigenen Zone gewährten die Oltner den Sharks zuviel Platz und zuviel Zeit. Die Folge waren zahlreiche Chancen der Gastgeber und der logische 1:0-Führungstreffer durch Frunz nach 15 Minuten. Mit dem 1:0 nach 20 Minuten waren die Oltner noch gut bedient. Und das lag nicht etwa an der Leistung der Basler. Vielmehr agierten die Dreitannenstädter in der eigenen Zone viel zu zahm und unentschlossen.
Angriffsauslösung Fehlanzeige
Nun stellte sich die Frage, ob Ruhnkes Stellvertreter André Rötheli es schaffen würde, sein Team in der ersten Drittelspause wachzurütteln. Die Antwort: Nein. Der EHC Olten war nicht in der Lage, das Ruder herumzureissen. Die Chancen im Mitteldrittel basierten meist auf Zufällen, von gezielter Angriffsauslösung konnte keine Rede sein. Ein torloses Drittel war die Folge.
Kropf bringt die Sharks zum verzweifeln
Doch in der zweiten Drittelspause schien Rötheli die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Oltner kamen hellwach aus der Kabine und übten in der Basler Zone Druck aus. Mit Erfolg: Annen spielte die Scheibe von der blauen Linie aus gefährlich aufs Basler Tor, wo DaSilva lauerte und im Nachschuss zum 1:1-Ausgleichstreffer einschob. Nach zwei schwachen Dritteln benötigte der EHC Olten also gerade einmal vierzig Sekunden, um zum lang ersehnten Treffer zu kommen. Doch wer glaubte, das die Oltner nun den Knopf aufgemacht hatten, täuschte sich. Bereits im nächsten Angriff kam Basels Topskorer Voegele nach einem kapitalen Fehlpass alleine vor Goalie Kropf, der jedoch die Nerven behielt und das Unentschieden bewahrte. Und Kropf blieb weiterhin der Mittelpunkt: In den ersten beiden Abschnitten noch eher unsicher lief Oltens Schlussmann auf Hochform auf. Er verhinderte mit zahlreichen Paraden den erneuten Rückstand.
Negativserie hält an
Was in den letzten zehn Minuten folgte war ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die Oltner wollten nun die drei Punkte mit nach Hause nehmen, verpassten es jedoch, den Führungstreffer zu erzielen. Basel machte es besser: Chriayev schloss einen Konter erfolgreich ab und traf zur erneuten Führung,. Das 3:1 ins leere Tor besiegelte dann die elfte Niederlage im zwölften Spiel. Der EHC Basel hingegen sichert sich drei Punkte und überholt Olten in der Tabelle. Zwar weisen beide Teams gleich viele Punkte auf, doch vier von fünf Direktbegegnungen konnten die Basler für sich entscheiden. Und mit Ajoie, das nur noch ein Punkt Rückstand auf den EHC Olten hat, lauert schon das nächste Team. Zwölf Spiele, ein Sieg und Platz sieben in der Tabelle – die schlechten Nachrichten wollen kein Ende finden. Am Samstag empfängt Olten den Tabellenvierten La-Chaux-de-Fonds. Und dann muss die Negativserie endlich durchbrochen werden. (Silvan Schmutz)

National League B – 39. Runde
HC Ajoie vs. EHC Olten 2:0 (1:0|0:0|1:0)
21. Januar 2012 | Porrentruy | 1’752 Zuschauer
SR: Ralph Bidoul (Dominic Erdle, Julien Niquille)
Tore:
15:17 Lionel D’Urso (Geoffrey Vauclair, Alexandre Posse) 1:0
50:53 James Desmarais (Jordane Hauert, Marco Pedretti) 2:0
Strafen:
Ajoie
14:10 Marco Pedretti | 2 Min. / Übertriebene Härte
15:42 David Stämpfli | 2 Min. / Beinstellen
19:45 Geoffrey Vauclair | 2 Min. / Beinstellen
22:48 David Stämpfli | 2 Min. / Beinstellen
36:55 Kevin Fey | 2 Min. / Unerlaubter Körperangriff
51:49 Antoine Chabloz | 2 Min. / Stockschlag
53:12 Kevin Fey | 2 Min. / Halten
Olten
10:53 Dan DaSilva | 2 Min. / Behinderung
13:11 Simon Schnyder | 2 Min. / Beinstellen
14:10 Patrik Bloch | 2 Min. / Übertriebene Härte
26:49 Philipp Wüst | 2 Min. / Behinderung
31:51 Mike Marolf | 2 Min. / Kniestich
47:39 Philipp Wüst | 2 Min. / Stockschlag
51:49 Thomas Kropf | 2 Min. / Stockschlag
52:30 Thomas Kropf | 10 Min. / Unsportliches Verhalten
Matchbericht ehco.ch:
In der Ajoie lag der Grund für die knappe 0:2 Niederlage in einer uninspirierten, zu wenig konsequenten Offensivleistung.
Mit Linienanpassungen nahmen Kent Ruhnke und André Rötheli neuen Anlauf um in der Ajoie etwas zu bewirken. Das Trainerduo liess die beiden Söldner nicht mehr gemeinsam auflaufen und stellte Philipp Wüst und Cyrill Aeschlimann an die Seite von Cory Pecker respektive David Maurer und Pascal Annen neben Dan DaSilva. Insbesondere die beiden Söldner und mit ihnen das gesamte Ensemble sollten jedoch zumindest bezüglich Offensivkraft blass bleiben. Zügige Angriffsauslösungen oder gefährliche Kombinationen in der Defensivzone Ajoies blieben praktisch gänzlich aus. Und wenn die Oltner einmal zu einer kurzen Druckphase ansetzten, so war ein starker Ajoie-Keeper in der Person von Matthias Mischler stets zur Stelle. Ausgezeichnete Arbeit verrichtete allerdings auch sein Gegenüber Thomas Kropf, der den EHCO lange Zeit im Spiel halten sollte.
Kurioser Art war der, für Ajoie zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhafte, Führungstreffer in der 16. Minute. Soeben hatten die Oltner eine Unterzahlsituation überstanden, da zog Linoel D’Urso von der blauen Linie ab und der einer Flanke gleichende Schuss flatterte an Kropf vorbei ins Tor. Sowohl Kropf wie auch Ruhnke legten heftigen Protest ein, weil der Treffer angeblich wegen einem hohen Stock eines Ajoulots zustande gekommen war. Schiedsrichter Ralph Bidoul liess sich dadurch nicht beirren und gab den Treffer.
Wahrlich kein Leckerbissen
Grundsätzlich hatte das Spiel über weite Strecken chaotischen Charakter. Beide Equipen traten äusserst uninspiriert auf, zeigten jedoch – aus Oltner Sicht zumindest zu Beginn – Siegeswillen. Zum eher tristen Bild hinzu kam, dass die Partie etlicher Strafen wegen jeglichen Spielfluss missen liess. Magere Kost war allerdings nicht nur das für die Augen gebotene, sondern auch die Torquote. Mit fortlaufender Dauer schienen die Dreitannenstädter den Glauben an einen Treffer zu verlieren. So plätscherte das Spiel vor sich hin um sich seinem Ende zu nähern, ohne dass Olten je zu einer Reaktion fähig gewesen wäre. Der HC Ajoie tat allerdings ebenso wenig um das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Die Entscheidung fiel aber doch noch nachdem James Desmarais in der neutralen Zone einen Scheibenverlust provozierte und Kropf diesmal Solo bezwang. Am Ende war ein grosser Frust der gesamten Oltner Mannschaft zu spüren da die fünfte Niederlage in Serie Tatsache wurde. (Yann Schlegel)
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